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Der Österreichische Bergrettungsdienst

Die Entwicklung des alpinen Rettungswesens in Österreich fand seine Wurzeln mit dem Beginn des Bergsports. Aus anfänglichem Respekt vor den Gipfeln der Alpen, wuchs nach und nach im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert eine steigende Abenteuerlust. Vor allem unter Männern der oberen Schicht, welche die finanziellen Mittel besaßen, schienen sogenannte Expeditionen mit ortskundigen Einheimischen als abwechslungsreiche und wagemutige Freizeitbeschäftigungen.

Ein wichtiger Entstehungsfaktor neben dem beginnenden Bergsport waren kriegerische Auseinandersetzungen im Gebirge: „Schon im Altertum nachgewiesen, entwickelte sich über das Mittelalter bis zur Neuzeit das militärische Sanitätswesen zum Schrittmacher der Krankenpflege und der Entwicklung von Bergungsgeräten". Dennoch führten vor allem die meist draufgängerischen, alpinen Pionierleistungen, wie zum Beispiel die Besteigung der Dachstein Südwand, zu großer Medienpräsenz und somit zu einem vermehrten sportlichen, aber auch wissenschaftlichen Interesse in der breiten Bevölkerung im alpinen Raum. Als Folge des noch jungen Bergtourismus, schlossen sich Bergsteiger zu Vereinigungen zusammen und 1862 wurde der Österreichische Alpenverein, die eigentliche Wurzel des Österreichischen Bergrettungsdienstes, gegründet. 18 Jahre später wurde aufgrund steigender Unfallzahlen die Erstversorgung von Verletzten als Lehrgegenstand beim Österreichischen Alpenverein in die Ausbildung integriert und 1885 eine Hilfsverpflichtung aller Bergführer im Alpenraum ausgesprochen. „Damit spannte sich erstmals ein, wenn auch dünnes Netz, von bergerfahrenen Helfern über den Alpenraum und diese Tatsache ist als Geburtsstunde eines organisierten alpinen Rettungswesens anzusehen.“

Der Erste und Zweite Weltkrieg brachte einen gravierenden Einschnitt in die Entwicklung des Alpinismus und des Bergrettungswesens, denn aus Bergsteigern wurden Soldaten. Nichts desto trotz lebte die Non-Profit Organisation auch nach 1945 weiter. Auf einer Tagung in Salzburg wurde der Grundstein für einen eigenständigen und von der damals politisch schwer belasteten, Alpenvereins Bergwacht unabhängigen Bergrettungsdienst gelegt. „1946 schlossen sich die Landesverbände in einen Dachverband zusammen und im Jahre 1949 konstituierten sie den Bundesverband als selbständige und unabhängige Dachorganisation mit dem Titel „Bundesverband Österreichische Bergrettungsdienst“ – ÖBRD

Quellennachweis: Laura Bognar: Bakkalaureatsarbeit Das Edelweiß im grünen Kreuz – Die Public Relations der Bergrettung Österreichs

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